ISLAND 14 TAGE ROADTRIP

14 TAGE ISLAND ROADTRIP mit Kindern

Im vergangenen Herbst 2020 erfüllten wir uns einen weiteren großen Wunsch: eine Rundreise durch Island! Dieser Urlaub war mit Abstand einer der schönsten, den wir bisher erlebt hatten. Wir haben mit unseren Kindern Kian (6 Jahre) und Julin (4 Jahre) eine so aufregende Zeit gehabt. Mit dem Auto haben wir die faszinierende Insel umrundet und Tag für Tag die schönsten Highlights erkundet, die Island zu bieten hat. Die Natur zeigt sich dort von ihrer spektakulärsten Seite: Gletscher, Berge, Vulkane, Wasserfälle, Lavalandschaften, Geysire, schwarze Strände, Fjorde, Eiskristalle am Strand und so viel mehr.

Schon lange haben mein Mann und ich davon geträumt, die raue Natur, die unzähligen Wasserfälle, Gletscher und Fjorde zu erkunden. Da es unsere erste Reise nach Island war, nahm die Planung super viel Zeit in Anspruch. Glücklicherweise hat mein Mann ein Händchen dafür und geht mit Leidenschaft an die Recherche. Rückblickend betrachtet ist Island nämlich kein Land, das man einfach mal so und völlig spontan besucht. Eine Rundreise sollte man gut durchdenken und vorbereiten.

Wir stellten uns viele Fragen: Wie wird das Wetter sein? Wo wollen sollen wir übernachten? Welchen Wagen mieten wir? Haben wir die passende Ausrüstung oder müssen wir einige Dinge besorgen?

Wir nehmen euch heute mit und möchten die ganzen wertvollen Erfahrungen und Tipps weitergeben. Falls ihr selbst eine Rundreise plant, können wir euch eure Reiseplanung hiermit vielleicht etwas erleichtern oder Inspiration geben. Unsere Reiseroute ist hier aufgelistet.

 

 

Als wir unterwegs waren, habt ihr mir hier viele Fragen gestellt: Welche Route wir gefahren sind, welche Jahreszeit am besten geeignet ist, auf was man bei der Vorbereitung achten sollte…Ich werde auf jede dieser Fragen eingehen. Vorweg kann ich euch schon mal eins sagen: Jeder tickt anders und hat andere Vorlieben. Der eine mag es minimalistisch, andere möchten nicht auf Komfort verzichten. In diesem Beitrag berichte ich euch darüber, wie wir es gemacht haben.

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1. Wann ist die beste Reisezeit für Island?

Island kannst du natürlich zu jeder Jahreszeit bereisen. Schlussendlich hängt es nur davon ab, was du unternehmen und sehen möchtest – Polarlichter, Wale oder auch die einzigartigen Puffins. Während der Sommermonate wird Island am häufigsten besucht. Meist kommen die Besucher in den Monaten Juli und August. Deshalb sind Unterkünfte, Mietwagen und Camper natürlich teurer als in der Nebensaison. Außerdem sind viele Straßen ins Hochland nur von Juli bis September geöffnet. 

Während dieser Zeit wird es um die 18°C und wärmer. „Warm“ bedeutet dabei allerdings nicht beständig milde Temperaturen. Auf Island ändert sich das Wetter nämlich schlagartig von Minute zu Minute. Einheimische scherzen: „Wenn du das Wetter gerade nicht magst, dann warte fünf Minuten ab“. 

Oktober mit Kindern

Wir sind Anfang Oktober nach Island gereist und hatten sehr viel Glück mit dem Wetter. Von insgesamt 14 Tagen hatten wir bis auf 2 Tage wundervolles Wetter mit blauem Himmel und Sonnenschein. Wir haben uns für den Oktober entschieden, weil der Touristenrummel zu dieser Zeit stark zurückgeht, die Tage immer noch lang genug sind für tolle Ausflüge und die Nächte trotzdem dunkel genug, um die Nordlichter zu bestaunen. Mir gefällt es hier im Oktober sehr. Wie bei uns in Deutschland tauchen Sträucher, Büsche und Wiesen in wunderschöne Herbstfarben ein. Die Sonne lässt sich noch unheimlich oft blicken und die Temperaturen sind absolut gut auszuhalten mit Kindern.

2. Wie lange sollte ich auf Island bleiben?

Wenn du die Insel auf der berühmten Ringstraße umrunden möchtest, solltest du dir mindestens 10 Tage Zeit nehmen. Besser sind 14 Tage – gerade mit Kindern. Mit den Mäusen reisen wir automatisch langsamer. Für Wanderungen brauchen wir zum Beispiel fast doppelt so lange wie unter Erwachsenen. Auch wichtig zu wissen: Auf der Ringstraße verbringt ihr viel Zeit im Auto. Daher solltest du genug Zeit einplanen um längere Pausen zu machen, in denen du die Landschaft genießen kannst. Wir hatten 14 Tage Zeit und wirklich kaum Stress und sehr viel gesehen. Nach rund 12 Tagen waren wir zurück im Westen und konnten nochmal zu den Fjorden nach Arnarstapi. Wenn du dich nur auf eine Region festlegen willst und auf die Rundreise verzichten möchtest, kannst du die entsprechende Region natürlich auch in einem kürzeren Zeitraum erkunden. 

3. Worüber kannst du am besten Unterkünfte buchen?

Eine Liste unserer Unterkünfte und Stopps findet ihr in einem weiteren Beitrag hier. Die ersten zwei Nächste haben wir in Reykjavik verbracht und uns dort für die kommenden Tage ein bisschen auf das Wetter eingestimmt. Von der Wettervorhersage haben wir dann zum Großteil unseren Trip abhängig gemacht. Unsere Wetterapp: Vedur. Für die Unterkünfte haben wir folgende Apps genutzt: Trivago, Momondo und AirBnB. Oftmals haben  wir die Übernachtungen erst einen Tag im Voraus gebucht. Da viele Unterkünfte einen self-check-in haben, ist es meist egal wann man eincheckt. Wir haben auch viel über Booking.com gebucht, da man ab 2-3 Nächten den Genius Status erhält und die Unterkünfte 10% – 15% günstiger bekommt.

4. Welche Art von Mietwagen soll ich buchen?

Bei dem fahrbaren Untersatz haben wir wirklich lange hin und her überlegt, ob wir ein Auto oder einen Camper haben möchten. Auch hier ist es natürlich Geschmackssache und auch etwas von der Jahreszeit abhängig. Der Winter ist ganz schön kalt und viele Campsites haben geschlossen. Wir waren schon recht spät dran, sodass wir kein vernünftiges Fahrzeug gefunden haben, wo das Preis-Leistungs-Verhältnis gepasst hat. Außerdem hatten viele Vermietstationen ihre Camper schon aus dem Angebot rausgenommen. Solltet Ihr im Sommer die Insel bereisen, kümmert euch frühzeitig um ein Fahrzeug, denn die Fahrt mit Camper lohnt sich (deutlich kostengünstiger als eine Hotelunterkunft). Auch sonst gilt wie überall: Je früher ihr bucht, desto günstiger der Kurs.

Wir haben uns dann schlussendlich für ein 4×4 Geländefahrzeug (und das auch noch mit Dachzelt) entschieden. Es war deutlich günstiger als ein Kleinwagen. Also auch hier lohnt sich zu vergleichen. Über Campingcars.is haben wir unseren Geländewagen gemietet. Ein Geländefahrzeug hätte bei den uns bekannten Autovermietungen bestimmt 200€ und mehr gekostet. 

Allrad – sicher im Gelände

Die Ringstraße ist größtenteils sehr gut ausgebaut, das Wetter war im Oktober auch noch sehr stabil. Jedoch sind wir einige Straßen ins Hochland gefahren, die einen Allradwagen voraussetzen. Wenn du mit einem nicht für die F-Straße zugelassenem Fahrzeug fährst, kann es zu hohen Geldstrafen kommen. Zudem begibst du dich und andere in Gefahr und dein Versicherungsschutz erlischt dann automatisch.

Vor allem im Winter ist ein 4×4 natürlich sehr hilfreich. Das Wetter ist unberechenbar, schnell können Straßen komplett zugeschneit sein. Achte dann unbedingt darauf, dass dein Auto mit Spikes ausgerüstet ist. Übrigens: Tanken könnt ihr überall 24/7 mit Kreditkarte.

5. Welche Ausrüstung/ Kleidung soll ich einpacken?

Am allerbesten hat sich bei uns der bekannte Zwiebellook auf Island bewährt. Meist trugen wir Ski-Unterwäsche und darüber eine Wanderhose, Pulli und gefütterte Jacke. Bei Regen haben wir immer schnell unsere Regensachen wie Regenhose und Jacke darüber gezogen. Die wasserfesten Wanderschuhe hatten wir jeden Tag an. Es ist nur von Vorteil, wenn du für jedes Wetter gewappnet bist. Bei uns war alles dabei: Regen, Sonne, Wind bis hin zum Sturm. Die Temperaturen lagen bei 2°C bis 8°C. Durch den Wind fühlt es sich oft kälter an, als es eigentlich ist. Mütze, Schal und Handschuhe sollten daher auch nicht fehlen.

Ansonsten bleibt nur noch zu sagen: Genieße dieses wundervolle Land in vollen Zügen. Es wird mit Sicherheit eine unvergessliche Reise werden!

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